



Für das Jahr 2026 präsentiert sich die CBR1000RR-R Fireblade SP als die ultimative Evolution der Supersport-Ikone. Basierend auf den massiven Entwicklungsschritten der jüngsten Vergangenheit, kombiniert sie Technologien der MotoGP-Maschine RC213V mit Straßenzulassung. Der Fokus liegt kompromisslos auf Rennstrecken-Performance, ohne die Fahrbarkeit zu vernachlässigen.
Das Herzstück bleibt der 1.000-cm³-Reihenvierzylinder, der für seine enorme Spitzenleistung und nun auch für deutlich verbesserten Durchzug im mittleren Drehzahlbereich bekannt ist.
Leistungsdaten:
Maximale Leistung: 217 PS (160 kW) bei 14.000 U/min
Maximales Drehmoment: 113 Nm bei 12.000 U/min
Bohrung x Hub: 81 mm x 48,5 mm (identisch zur RC213V)
Verdichtung: 13,6:1
Um diese Werte nutzbar zu machen, setzt Honda auf ein 2-Motor Throttle by Wire-System. Dies ermöglicht eine getrennte Steuerung der Drosselklappen (Zylinder 1&2 separat von 3&4). Das Ergebnis ist eine ultra-präzise Gasannahme bei niedrigen Drehzahlen und eine verstärkte Motorbremswirkung, wenn sie benötigt wird.
Weitere Optimierungen im Antriebsstrang:
Leichtere Kurbelwelle und Titan-Pleuel (ca. 20g leichter pro Pleuel).
Kürzere Übersetzung aller Getriebegänge sowie des Primärantriebs für brachialen Vortrieb am Kurvenausgang.
Akrapovič Titan-Abgasanlage: Größeres Volumen, aber 5 dB(A) leiser.
Die Fireblade SP setzt auf einen Aluminium-Brückenrahmen, der gezielt „entschärft“ wurde (17 % weniger Seitensteifigkeit, 15 % weniger Torsionssteifigkeit), um dem Fahrer mehr Feedback und mechanischen Grip zu vermitteln.
Das Highlight ist das Öhlins Smart Electronic Control (S-EC 3.0) Fahrwerk. Es ist das weltweit erste System mit Spool-Valve-Technologie (Schieberventile) in einer Serienmaschine.
Gabel: 43 mm Öhlins NPX (SV)
Federbein: Öhlins TTX36 (SV)
Dies ermöglicht eine digitale Einstellung der Dämpfung in Echtzeit, unterstützt durch eine OBTi-Schnittstelle, die sogar Empfehlungen für die Federvorspannung basierend auf dem Fahrergewicht gibt.
Gebremst wird mit High-End-Komponenten: Brembo Stylema R Vierkolben-Sättel vorne beißen in 330 mm Scheiben. Das Kurven-ABS verfügt über einen speziellen RACE-Modus, der das ABS am Hinterrad deaktiviert.
Die Aerodynamik stammt direkt aus der MotoGP. Die Winglets im Mittelteil der Verkleidung erzeugen notwendigen Abtrieb, wurden aber so gestaltet, dass sie das Giermoment in Schräglage um 10 % reduzieren – das Einlenken in schnelle Kurven wird dadurch deutlich kraftsparender.
Die Sitzposition ist auf maximale Kontrolle ausgelegt: Der Lenker ist höher positioniert, die Fußrasten niedriger, was dem Fahrer mehr Bewegungsfreiheit im Kampf um die Rundenzeit gibt.
Gesteuert wird das Motorrad über ein 5-Zoll-TFT-Display und eine 6-Achsen IMU von Bosch.
Fahrmodi: 3 vorkonfigurierte Modi + voll einstellbare User-Modi.
HSTC (Traktionskontrolle): 9-stufig, optimiert für die neue Motorcharakteristik.
Start Modus: Drehzahlbegrenzung wählbar (6.000 bis 9.000 U/min) für perfekte Rennstarts.
Quickshifter: Serienmäßig für kupplungsloses Hoch- und Runterschalten.
Für Sammler und Ästheten ist die CBR1000RR-R Fireblade SP Carbon Edition verfügbar.
Limitierung: 300 Stück
Farbe: Mat Pearl Morion Black
Besonderheit: Verkleidungsteile, Winglets und Kotflügel aus Kohlefaser.
Gewichtsersparnis: 1 kg leichter als die Standard SP.
| Kategorie | Spezifikation |
| Motor | 1.000 cm³ Reihenvierzylinder, flüssigkeitsgekühlt |
| Leistung | 160 kW (217 PS) @ 14.000 U/min |
| Gewicht (vollgetankt) | 201 kg (Carbon Edition: 200 kg) |
| Sitzhöhe | 830 mm |
| Tankinhalt | 16,5 Liter |
| Verbrauch (WMTC) | 6,7 l / 100 km |
| CO2-Emissionen | 155 g/km (Euro 5+) |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 (Pirelli Diablo Supercorsa SP V3 oder Bridgestone RS11) |
| Reifen hinten | 200/55-ZR17 (Pirelli Diablo Supercorsa SP V3 oder Bridgestone RS11) |